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So entschlüsselst DU die Liebessprache deines Herzmenschen!

Bald ist er da! Für die einen der romantischste Tag des Jahres und für die anderen reine Geldverschwendung – der VALENTINSTAG.

Es gibt oftmals ziemlich hohe Erwartungen. Was aber, wenn die aktuelle Beziehungsstimmung alles andere als romantisch ist? Vielleicht haben sich leise Zweifel eingeschlichen und ich bin mir nicht mehr sicher, wieviel Liebe noch da ist?

Woran erkenne ich, dass mich jemand liebt bzw. wie zeige ich es meinem/meiner Partner/In?

Als ich mich mit diesen Fragen intensiver auseinander gesetzt habe, fiel mir wieder das Buch „Die 5 Sprachen der Liebe“ von Gary Chapman in die Hände. Er beschreibt darin recht detailliert, was er über die Liebe und deren Sprache herausgefunden hat.

Wenn ich meine Sprache und die meines/meiner Partner/in kenne, kann sich die Beziehungsqualität wesentlich verbessern. Schon manche Beziehung die scheinbar bereits auf der Kippe stand, wurde dadurch wieder stabilisiert. 

Auf geht’s zum Entschlüsseln! Auf das unsere Liebestank’s sich wieder füllen!

1. Lob und Anerkennung

Eine Möglichkeit Liebe auszudrücken sind Mut machende Worte sowie Komplimente, die als kurzes, aussagekräftiges Lob dem anderen zugesprochen werden.

Vielleicht hat dein/e Partner/in schlummernde Fähigkeiten in sich, die nur auf ermutigende Worte warten, um ihr Potenzial zu entfalten. Dabei ist aber darauf zu achten, keinen Druck auszuüben, sondern ein bestehendes Interesse zu wecken. Möglicherweise kann es auch so klingen: „Was du dir vornimmst, das führst du auch zu Ende. Das finde ich so gut an dir.“ Die Botschaft die vermittelt werden soll ist, „Du bist mir wichtig. Ich bin an deiner Seite. Wie kann ich dir helfen?“

Freundliche und höfliche Worte sind ebenfalls eine Variante, Anerkennung zu erweisen. Ein Lob, das in Gegenwart einer anderen Person gegeben wird, kann den Effekt noch verstärken. Möglicherweise fällt es dir aber schwer, ein Lob direkt auszusprechen, weil du es nicht gewohnt bist. Dabei hilft, das Lob bei einer dritten Person zu deponieren bei der du weißt, dass sie es deinem Herzmenschen weitersagen wird.

2. Zweisamkeit – die Zeit nur für dich

Dabei geht es um Zeit, die du ausschließlich deinem/deiner Partner/in widmest. Deine ungeteilte Aufmerksamkeit, dass du dich einmal nur um sie/ihn kümmerst und das etwas gemeinsam unternommen wird.

Die sogenannte quality time“ in der nicht einfach nur nebeneinander auf der Couch gesessen und ferngesehen wird, sondern dass ihr beide euch in die Augen schaut und miteinander redet, aufmerksam zuhört und dadurch auch etwas Gemeinsames erlebt. In diesem Moment schenken wir unserem/unserer Partner/in etwas von unserem Leben.

Eine besondere Form der Zweisamkeit ist der intensive Gedankenaustausch. Das über Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte gesprochen wird. Dabei ist es wichtig Fragen zu stellen, um die Bedürfnisse des anderen zu erfahren, einfach zuzuhören, was der/die Partner/in zu erzählen hat und nicht, um meinen Rat zu geben.

Wenn die Zweisamkeit nicht deine Muttersprache der Liebe ist, dann kann es hilfreich sein, sich tägliche Zeiten zu vereinbaren, an denen ein Gedankenaustausch über 3 Erlebnisse des Tages statt findet oder das bewusste Zeiten eingeplant werden, an denen etwas gemeinsam unternommen wird, das Spaß macht.

So können viele schöne, neue Erinnerungen geschaffen werden.

3. Geschenke, die von Herzen kommen

Geschenke, die von Herzen kommen sind ein sichtbares Zeichen von Liebe, wenn es die Muttersprache deines/deiner Partner/in ist.

Dabei geht es nicht darum das größte, teuerste oder tollste Geschenk zu kaufen. Bevor man ein Geschenk kauft oder selbst herstellt, macht man sich Gedanken über den Beschenkten. Dieses Denken an die geliebte Person und sich etwas einfallen lassen ist der Kern, welches ein Geschenk ausmacht. Sie/Er kann es in die Hand nehmen und wird daran erinnert, dass sie/er geliebt wird. Eheringe bzw. Partnerringe haben beispielsweise auch diesen symbolischen emotionalen Wert. Ein Ablegen des Ringes kann beim anderen deshalb das Gefühl auslösen, nicht mehr geliebt zu werden.

Sich selbst zu schenken im Sinne von Zeit und Aufmerksamkeit, wenn mich mein/e Partner/in braucht, ist ebenfalls eine Möglichkeit.

Beispielsweise hat der/die Partner/in Angst, alleine zum Zahnarzt zu gehen und wird dann vom anderen, als moralische Unterstützung, in die Praxis begleitet. Die körperliche Anwesenheit des Partners kann sich beruhigend auswirken.

Eine schwere Störung kann es geben, wenn sich der/die Partner/in in den Momenten entzieht, bei denen er/sie gebeten wurde anwesend zu sein. Solche persönlichen Bitten sind unbedingt ernst zu nehmen!

4. Hilfsbereitschaft

Als Hilfsbereitschaft kann beispielsweise gesehen werden, wenn du dich um die alltäglichen Dinge kümmerst, während dein Lieblingsmensch gerade an einer Abschlussarbeit schreibt.

Man möchte dem anderen damit eine Freude machen, indem man ihm/ihr eine Gefälligkeit oder einen Dienst erweist bzw. ihm/ihr Dinge abnimmt, die er/sie nicht gerne macht.

Wenn das deine Sprache ist und dein/e Partner/in diese nicht erkennt, können wir ihn/sie zwar darum bitten, aber einfordern können wir dies nicht.

Der/die Partner/in muss es nicht tun, aber wir können ihm/ihr verständlich machen, dass das ein Liebesbeweis für uns ist.

Allerdings ist das kein Freibrief dafür, den anderen als Fußabtreter zu benutzen, der alles tut und der dann aus der Ecke geholt wird, wenn wir etwas von ihm brauchen!

5. Zärtlichkeit

Das Berühren der Hände, das Küssen und Umarmen und der Geschlechtsverkehr sind Ausdrucksmittel für die Liebe zum/zur Partner/in.

Berührungen können dabei eine Beziehung knüpfen oder zerstören. Sie können Hass oder Liebe vermitteln. Jede Berührung kann eine deutlichere Botschaft sein als ein gesagtes „Ich liebe dich.“

Dabei ist darauf zu achten, dass nicht jeder Mensch die gleichen Berührungen, wie man selbst, als angenehm empfindet. Genaues Beobachten und Nachfragen beim anderen ist unerlässlich.

Sich von dem Körper des anderen zurückzuziehen bedeutet für diese Menschen, sich von ihm zu distanzieren. Gerade in Krisenzeiten suchen sie Nähe zum anderen und brauchen mehr als sonst das Gefühl, geliebt zu werden. Es ist für sie geradezu lebensnotwendig, dass der/die Partner/in ihnen durch das Haar streicht oder den Rücken massiert.

Die eigene Sprache finden

Viele Männer machen den Fehler zu glauben, dass ihre Sprache der Liebe die Zärtlichkeit ist. Jedoch ist der Sexualtrieb bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen. Wenn dem Mann aber ansonsten die Zärtlichkeit wenig gibt, dann ist sie möglicherweise nicht seine Muttersprache.

Es gibt 3 Möglichkeiten, die eigene Sprache der Liebe zu finden:

    1. Was kränkt mich ganz besonders am Verhalten meines Partners bzw. meiner Partnerin? Das Gegenteil davon ist wahrscheinlich die persönliche Liebessprache.
    2. Was erbitte ich am häufigsten von meinem Partner bzw. meiner Partnerin?
    3. Auf welche Weise zeige ich meinem Partner/meiner Partnerin meine Liebe? Die Ausdrucksmittel die wir dabei benutzen, vermitteln auch uns das Gefühl, geliebt zu werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass wir zweisprachig aufgewachsen sind. Das macht es dem Partner natürlich erheblich leichter. Die Liebe löscht die Vergangenheit zwar nicht aus, aber sie kann die Zukunft neugestalten. Darum geht es meiner Meinung nach auch. Gemeinsam einen neuen Weg zueinander zu finden.

Alles Liebe,

Quellen:
Gary Chapman, Die 5 Sprachen der Liebe, 34. Auflage 2017
Barbara Preisler
Barbara Preisler's Weg zur psycholgischen Beraterin war alles andere als klassisch! Ursprünglich gelernte Koch und Restaurantfachfrau, sattelte sie später... [weitere Infos gibts im Menüpunkt "Über mich"]

2 Kommentare :

  1. Martin 12. Februar 2020 um 11:08

    Hallo Barbara!

    Vielen Dank für diesen Beitrag 🙂 Meiner Meinung nach sehr informativ und vor allem interessant zu erfahren, welch “Sprache” man selbst anwendet bzw. welche Sprache der Partner gerne hat.

    Du hast ja geschrieben, dass die Möglichkeit besteht, auch “zweisprachig” aufzuwachsen… Ist es auch möglich, dass man auch “dreisprachig” ist?! Also irgendwie sehe ich mich in mehreren Punkten wieder 🙂

    Liebe Grüße, Martin

    (Auf Kommentar antworten)
    1. Barbara Preisler
      Barbara Preisler 12. Februar 2020 um 13:36

      Hallo Martin,

      erstmal Danke für dein Feedback :)!

      Naturgemäß wirst du dich womöglich in mehreren Sprachen finden. Die Praxis zeigt aber, dass es ein bzw. zwei Sprachen gibt, bei denen du mehr Resonanz spürst.
      Es gibt aber auch sogenannte Dialekte innerhalb der Sprachen. Vielleicht hast du deswegen das Gefühl “dreisprachig” zu sein. Und falls doch, gratuliere :)!!
      Du machst es damit deiner Partnerin/deinem Partner leichter dir zu zeigen das Liebe in der Luft liegt ;).

      Alles Liebe,
      Barbara

      (Auf Kommentar antworten)

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